Der Wohn- & Mobilitätskostenrechner für Oberbayern & Tirol

Rund 40% des monatlichen Haushaltsbudgets sind in Ländern wie Deutschland und Österreich für Wohn- und Mobilitätskosten zu veranschlagen, in Ballungsräumen wie München ist dieser Anteil noch deutlich höher. Wohn- und Mobilitätskosten sind daher für die individuell getroffenen Entscheidungen zu Wohnstandorten von besonderer Bedeutung, wenngleich in der Praxis oft die reinen Wohnkosten den Auswahlprozess beeinflussen.

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Wohnungen im städtischen Umfeld erfreuen sich aufgrund der Nahelage zum städtischen Zentrum, aber den im Vergleich zu innerstädtischen Lagen geringeren Wohn(bau)kosten, aber auch der geringeren Bebauungsdichte und des höheren Grünraumanteiles seit Jahren entsprechend großer Beliebtheit. Doch die rege Wohnbautätigkeit im Umland führt neben ökologischen Nachteilen (erhöhtes Verkehrsaufkommen, Flächenverbrauch, Umweltbelastungen durch Emissionen etc.) auch zu ökonomischen Wirkungen für Umzugswillige als auch die Gesamtbevölkerung und öffentliche Verwaltung. Meist gänzlich ausgeklammert wird zudem die Frage nach den sozialen Auswirkungen und der Freizeitgestaltung infolge eines erhöhten Mobilitätsaufwandes. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist gerade nach einem Umzug an einen Ort, der die Ausübung zentraler Aktivitäten im Zuge der Daseinsversorgung (beispielsweise Einkaufen, zur Schule gehen, Arztbesuche etc.) nicht ohne die Benutzung eines Autos erlaubt, nur mehr eingeschränkt möglich.

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Projektziele & -hintergründe

Im Rahmen des gegenständlichen Projektes soll aufbauend auf den Zusammenhängen zwischen Wohnstandort und Mobilität eine Entscheidungshilfe für eine nachhaltige Wohnstandortwahl entwickelt und bereitgestellt werden, die auch speziell auf die Anforderungen des inneralpinen Siedlungsraum adaptiert ist. Die Grenzregion Südbayern / Tirol / Salzburg wird dabei als ein Planungs- und Untersuchungsraum betrachtet, da Wohnstandortentscheidungen zukünftig vermehrt losgelöst von (verwaltungs)politischen Grenzen getroffen werden.

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Ausgangspunkt für die Entwicklung ist der bestehende Wohn- und Mobilitätskostenrechner („WoMo“) des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes MVV. Die Weiterentwicklung im Projekt erfolgt unter Zugrundelegung folgender Zielsetzungen:

  • Aktualisierung und räumliche Erweiterung um die Region des südlichen Oberbayerns sowie Tirols mit Berücksichtigung von grenzüberschreitenden Abfragen
  • Funktionale Erweiterung durch Aufzeigen weiterer Aspekte der Alltagsmobilität (neben dem Arbeitsweg sollen weitere regelmäßige Wege der Haushaltsmitglieder wie beispielsweise zum täglichen Einkauf, zur Ausbildung etc. erfasst werden) sowie Darstellung einer Checkliste zur Wohnstandortwahl
  • Technische Optimierung der Bedienung und Handhabung
  • Überarbeitung von Benutzerführung und Webdesign

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Rechner starten

Der Rechner liefert Informationen zu Wohnstandorten und ermöglicht Vergleiche. Klicken Sie auf die Region, in der Sie wohnen und arbeiten. Grenzüberschreitende Abfragen sind in beiden Fällen möglich. Bitte beachten Sie, dass der Rechner noch im Testbetrieb läuft. Start Rechner Oberbayern Start Rechner Tirol


Tirol Oberbayern

Geltungsbereich Oberbayern

inkl. der Landkreise München, Dachau, Freising, Erding, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Ebersberg, Weilheim-Schongau, Bad Tölz, Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim & Garmisch-Partenkirchen

Geltungsbereich Tirol

inkl. der Bezirke Reutte, Landeck, Imst, Innsbruck Stadt, Innsbruck Land, Schwaz, Kufstein, Kitzbühel & Lienz

Wussten Sie, dass...

… rund 15% der Wohnbevölkerung jährlich ihren Wohnsitz wechselt?

… der neue Wohnstandort zu 50% maximal 4km von der bisherigen Wohnadresse entfernt liegt?

… nachhaltige Mobilität neben ökologischen und finanziellen auch soziale Aspekte (die Zeit im Fahrzeug muss bei anderen Aktivitäten wie Freizeit reduziert werden) umfasst?

EU Förderung

Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch eine Partnerschaft bestehend aus der Universität Innsbruck (Leadpartner), dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund und des Salzburger Forschungsstudios iSPACE (Research Studios Austria). Das Projekt wird einerseits aus Eigenmitteln sowie Mitteln der Länder Tirol und Salzburg, andererseits über das Interreg IV-Programm Bayern – Österreich finanziert.

Weitere Informationen

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